Wabernde Duftschwaden

Das Blut in der Tasse

Ashraf Salem

 

Mit fast jeder Tasse Kaffee, die wir hier in Europa trinken, pressen wir indirekt den Kindern der brasilianischen Ureinwohnern das Blut aus den Adern. Auf vielen Kaffeeplantagen Brasiliens arbeiten viele Kinder und Erwachsene 16-18 Stunden am Tag zu Hungerlöhnen.

Im Bundesstaat „Minas Gerais“ gibt es neben den Kaffeeplantagen direkt eine von BASF errichtete Chemiefabrik, in der die Pestizide hergestellt werden, mit dem die Kaffeepflanzen besprüht werden.

Die Plantagenarbeiter arbeiten teilweise ohne Schutzkleidung und werden von den Pestiziden krank.

Die Reste der Pestizide werden einfach in den Fluß, der in der Nähe diese Kaffeeplantage liegt, hinein geleitet. Es wurden Wasserproben von diesem Fluß entnommen und untersucht. Die Zahl der Fehlgeburten in den Dörfern ringsherum sind stark angestiegen. Diese Arbeitsbedingungen sind in Europa unvorstellbar. Auch wenn die großen Kaffeekonzerne wie Tschibo diese Darstellungen abstreiten, so sind die doch nur an ihrem Profit interessiert und nicht an den Ureinwohnern und Kindern Brasiliens.

Wie der Kaffee entdeckt wurde

Ashraf Salem

 

Es war im Jahre 500 nach Christus. Ein Ziegenhirte trieb seine Herde durch die Steppenlandschaft

Abessiniens (heutiges Äthiopien). Als er Abends eine Pause machte, bereitete er aus Holz ein Feuer und aß und trank etwas. Über ihn befand sich ein großer Strauch. Aufeinmal fielen einige Bohnen von diesem Strauch ins Feuer. Die Bohnen wurden geröstet und der Ziegenhirte wunderte sich über den angenehmen Geruch, der sich ringsherum ausbreitete. Er probierte die über dem Feuer geröstete Bohne und war vom Geschmack begeistert. So entstand die erste geröstete Kaffeebohne in heutigen Äthiopien. Heute gehört Äthiopien zu den Ländern Ost-Afrikas, die die größten Kaffee-Anbau-Gebiete auf dem Kontinent haben und am meisten Kaffee produzieren. Die heutige Äthiopische Kultur ist von vielen Kaffeeköstlichkeiten und Kaffeespezialitäten geprägt. Doch die globale Erwärmung gefährdet den Kaffeeanbau im Hochland von Äthiopien.

Der Morgen

 

Es war an einem Morgen, der wie jeder begann.

VIEL zu früh für meinen Geschmack klingelte der Wecker. Müde öffnete ich ein Lied und schlug nach dem elektronischen Ding. Dann war Ruhe.

Erleichternde Stille.

Ich nickte kurz weg, fuhr jedoch sofort wieder aus dem Schlaf und schaltete das Licht ein.

Blendend hell bohrte es sich in meine Augen und verursachte den zweiten Schock.

Blind tastete ich mich zu meinem Bettrand, stand auf und schob mich in Richtung Küche.

Hier war es dunkel und... ich sah wieder nichts.

Zu meiner Anrichte tapsend, betätigte ich den Knopf den ich schon präpariert hatte.

Es ratterte und ich wandte mich erleichtert in Richtung Bad.

 

Etwa 10 Minuten später war ich gewaschen und kehrte in die Küche zurück. Die wabernden Duftschwaden umfingen mich und die schwarze Masse nullte mich ein.

Eine Tasse aus dem Schrank nehmend, goss ich mir nur Sekunden später ein.

Es war ein wahrer Genuss.

Mein Wachmacher befand sich in meiner Hand. heiß und aus feinsten Bohnen gemacht.

ich führte die Tasse an meine Lippen und der erste Schluck glitt hinunter wie Öl.

Mein Kreislauf begann zu funktionieren und mein Herz schlug kräftiger.

In meinem Kopf, stellte sich mein Gehirn auf >Betriebsbereit< und ich war endlich wach!

 

Silver

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