Dinge die bewegen

Stellungnahme zum Thema Terrorismus

Von Ashraff Salem

 

Der Terrorismus, der heute auf der Welt existiert, hat meiner Meinung nach nur wenig mit dem Islam oder irgendeiner anderen Weltreligion zu tun. Die Religionen sind nur das Instrument und werden missbraucht. Das Wort Islam ist arabisch und bedeutet unter anderem Frieden durch Hingabe an Gott. Ein Muslim oder eine Muslima sollte also ein Mensch sein, der/die Frieden macht mit Gott, mit sich selbst, mit der Schöpfung, mit der Natur, mit unserer Mutter Erde, und, das ist das Wichtigste, mit anderen Menschen.

Allerdings bin ich der Überzeugung, dass eine Welt ohne Religionen und ohne den Glauben an Gott eine friedlichere und bessere Welt sein wird. Auch bin ich der festen Überzeugung, dass die Religionen auf der Erde dem Untergang geweiht sind. Denn alle Religionen, ob Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus oder Konfuzianismus leben davon, dass nur sie den alleinigen Wahrheitsanspruch besitzen. Jede Ideologie und Religion, die von sich behauptet, (und das behaupten alle), nur sie kenne die allein selig machende Wahrheit, wird irgendwann, früher oder später in einer aufgeklärten und modernen Gesellschaft und Welt untergehen! Das sieht man nicht nur in Europa, sondern auch schon in vielen Großstädten der islamischen Staaten. Den Buddhismus habe ich hier bewusst ausgeklammert, weil er eher eine Lebensphilosophie und eine Geisteswissenschaft denn eine Religion ist. Aber auch der Buddhismus ist eine Ideologie, die sich auf die sog. Wahrheit beruft und nach heutigen Maßstäben zutiefst frauenfeindlich und frauenverachtend ist, wie im Übrigen alle anderen Religionen auch männlichkeitsorientiert und patriarchalisch sind.

 

Der Terrorismus ist politisch motiviert. Natürlich muss man den Terrorismus „bekämpfen“, aber nur mit friedlichen Mitteln und mit gewaltlosem Widerstand. Man sollte in erster Linie die Ursachen des Terrorismus und der Gewalt bekämpfen. Die Ursachen des Terrorismus auf unserer Erde heißen Armut, Hunger, soziales Elend, Analphabetismus, Chancenungleichheit und soziale Ungerechtigkeit. Denn das Prinzip der Menschen lautet: Fressen und gefressen werden. Erst kommt das Essen, dann die Moral.

 

Im Übrigen stört mich die Formulierung „islamischer Terrorist“. Wir sehen an der ETA, der „katholischen“ IRA und an anderen Organisationen, dass Terrorismus nicht nur in der islamischen Welt gedeiht, sondern überall auf der Erde. Es nützt nichts, wenn man nur die Symptome der Gewalt bekämpft, man sollte auch die Ursachen angehen. Wer also den Terrorismus weltweit effektiv bekämpfen will, muss lernen: Brot und Bildung statt Bomben! Und zwar für alle Menschen dieser Erde.

 

Die Geschichte und Gegenwart hat gezeigt und zeigt, dass überall dort, wo Elend und Arbeitslosigkeit herrschen, sich die Menschen fanatischen und extremistischen Gruppierungen anschließen, weil sie frustriert, unzufrieden und perspektivlos sind. Es ist völlig egal, ob die Menschen dabei aus „religiösen“, „rassistischen“ oder „nationalistischen“ Motiven handeln. Die fanatischen Rattenfänger gehen in die Elendsviertel und versprechen den armen Menschen eine bessere Zukunft, wenn sie ihrer Partei oder Organisation beitreten. Sie versprechen ihnen eine große Nation ohne Fremde, oder ein Leben im Paradies nach dem Tode, wenn es sich um „religiöse“ Menschen handelt. (Dabei bleibt uns nach dem Tode nichts, weder ein Paradies im Himmel noch eine Hölle noch sonst irgendetwas).

 

Die Menschen scheinen vergessen zu haben, dass viele der heutigen Terroristen, die auf der Welt ihr Unwesen treiben, früher bzw. bis in die 1990er Jahre von den Amerikanern ausgebildet wurden, um ein Bollwerk gegen die kommunistische Sowjetunion zu schaffen. Dass die amerikanische Regierung aber den Terror bekämpft, indem sie in den Irak und nach Afghanistan einmarschiert, ist meiner Meinung nach aber die falsche Strategie. Kein Einziger der Todespiloten des 11. September 2001 kam aus dem Irak oder Afghanistan. 15 von ihnen kamen aus Saudi-Arabien, der Heimat Bin Ladens. Zwei kamen aus Ägypten und die anderen zwei aus dem Libanon. Aber der Irak besitzt die zweitgrößten Ölquellen der Welt und ist für die amerikanischen Ölkonzerne von strategisch wichtiger Bedeutung. Saddam Hussein war jahrelang der beste Freund und Verbündete der Amerikaner, denn der säkular regierte Irak unter Saddams Baath-Partei war als Bollwerk gegen die Islamische Republik Iran gedacht. Die amerikanische Regierung hat sogar ein Auge zugedrückt, als Saddams Truppen 1988 deutsches Giftgas (geliefert von Siemens und Thyssen-Krupp) auf die kurdische Zivilbevölkerung warf, wodurch 5000 Frauen, Kinder und Männer qualvoll starben.

 

Zurzeit leben ungefähr 1,5 Milliarden Menschen islamischen Glaubens auf der Welt, nur eine kleine Minderheit davon unterstützt den Terrorismus. In jeder Gruppe und in jeder Religion gibt es Menschen, die bereit sind, für „ihre“ „Ideale“ zu sterben und viele unschuldige Menschen mit in den Tod zu reißen, denn diese Menschen glauben, als einzige die absolute Wahrheit in den Händen zu halten. Es ist aber eine Tatsache, dass es keine absolute Wahrheit geben kann, die für alle Menschen gültig ist. Unter jedem Volk auf der Welt gibt es gute und schlechte Menschen.

 

Was ist also zu tun? Die Beseitigung der Armut, des Hungers, des Analphabetismus und der sozialen Ungleichheiten. Jeder Mensch ist mit unveräußerlichen Rechten geboren. Diese Menschenrechte müssen von allen Staaten anerkannt werden. Alle Menschen dieses wunderschönen Planeten sollten aber auch Zugang zu genügend Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung und einer Schulbildung haben. Das heißt natürlich nicht, dass alle Menschen studiert haben müssen, aber lesen und schreiben sollten meiner Meinung nach schon alle Menschen können. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, wird es zu weniger Gewalt und Terror kommen. Es ist überflüssig zu erwähnen, dass ich gegen jegliche Form der Gewalt bin. Ich schließe meine Stellungnahme mit einem Zitat von dem großen Bürgerrechtler Martin Luther King, nach dem alle Menschen sich richten sollten.

„Entweder, wir lernen als Brüder und Schwestern auf dieser Welt zu leben, oder wir sterben getrennt als Dummköpfe!“

Vortrag über die Todesstrafe

Geschrieben von Ashraff Salem

 

In diesem Vortrag möchte ich mich ausführlich mit der komplexen Thematik der Todesstrafe auseinander setzen. Denn so vieles zu diesem Thema auch gesagt und geschrieben wurde, verliert dieses Thema leider nicht an aktueller Brisanz. Denn in vielen Ländern gibt es immer noch das staatlich sanktionierte Hinrichten von Menschen – die Todesstrafe.

 

In vielen Ländern auf der Welt ist heute, im 21. Jahrhundert, die Todesstrafe immer noch Gesetz. Und nicht nur das: Sie wird auch praktiziert. In Europa ist die Todesstrafe zum Glück fast überall verboten, aus den jeweiligen Verfassungen gestrichen und wird nicht mehr praktiziert. Weißrussland mit seinem Diktator Lukaschenko ist noch das einzige Land in Europa, in dem die Todesstrafe noch gesetzlich verankert ist. In den USA, der VR China, Nordkorea, Myanmar, Saudi-Arabien, Ägypten, dem Sudan, Zimbabwe und vielen anderen Ländern wird die Todesstrafe praktiziert und ist auch in den Verfassungen dieser Länder mehr oder weniger festgeschrieben. In der VR China werden jedes Jahr tausende von Menschen hingerichtet. China ist das Land mit den höchsten Hinrichtungszahlen weltweit. Auch in angeblich „demokratischen“ Ländern wie den USA werden Menschen hingerichtet. In 38 von 52 US-Bundesstaaten wird die Todesstrafe praktiziert. Und 70 % der Amerikaner sind laut einer Umfrage für die Todesstrafe – ein Zeichen von politischer Engstirnigkeit und mangelnder Weitsicht. Leider gibt es auch bei uns in Deutschland und Europa viele Menschen, die für die Todesstrafe sind. Aber jeder Mensch hat das Recht auf seine Meinung. Ich werde nun die Argumente der Menschen aufgreifen, die für die Todesstrafe sind und werde überzeugende Gegenargumente bringen, die die Pro-Argumente entkräften.

Die Todesstrafe schreckt ab.

 

Nein, das ist falsch. Es ist nicht erwiesen, dass in Ländern mit Todesstrafe die Kriminalitätsrate niedriger ist als in Ländern ohne Todesstrafe. In den USA ist die Kriminalität um ein vielfaches höher als in Europa, obwohl dort die Todesstrafe praktiziert wird. Ich glaube sogar, dass die Todesstrafe eher verrohend und gewaltfördernd auf eine Gesellschaft wirkt. Denn wie will der Staat uns erklären, dass es Unrecht ist und per Gesetz verboten, Menschen zu töten? Indem er selber Menschen tötet? Das ist paradox. Es gibt Strafen, die bei weitem schlimmer sind als die Todesstrafe, die Folter. Natürlich bin ich auch gegen das Foltern von Menschen, sowohl das körperliche als auch das seelische Foltern.

 

Die moderne Gesellschaft sollte in der Lage sein, einen Menschen, auch einen Massenmörder oder Kinderschänder so weit zu therapieren und zu resozialisieren, dass er „geheilt“ ist und seine Untaten bereut. Wenn das nicht gelingt, sollte der Staat in der Lage sein, einen Menschen, der wirklich eine „Gefahr für die Gesellschaft“ ist so einzusperren, dass er keine „Gefahr“ mehr ist, das heißt lebenslange Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. Natürlich kann es passieren, dass ein solcher Mensch aus einem Hochsicherheitstrakt flüchtet, eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Es wird sie niemals geben!

 

Viele Menschen wurden schon unschuldig zum Tode verurteilt und dann unschuldig hingerichtet. Bei der Todesstrafe kann man die Hinrichtung eines Unschuldigen aber nicht wieder rückgängig machen. Wenn hingegen ein Mensch sein Leben lang im Gefängnis sitzt und es stellt sich heraus, dass er unschuldig ist, kann man ihn aus dem Gefängnis entlassen. Und es wird niemals eine perfekt funktionierende Justiz geben, weil die Justiz auch nur aus Menschen besteht, die Fehler machen und sich irren können. In vielen Ländern wird die Todesstrafe zu politischen Zwecken missbraucht. In den USA beispielsweise ist die Todesstrafe durchaus rassistisch und diskriminierend. Denn über 90 % der Menschen, die in den Todeszellen der Todestrakte sitzen, sind arm, gehören zur sozialen Unterschicht, und gehören meist Minderheiten (afro-amerikanischer oder hispanischer Herkunft) an. Anstatt diesen Menschen sozial zu helfen und ihnen Chancengleichheit zu geben, damit sie aus der Armuts- und Kriminalitätsfalle entkommen, sperrt die Regierung diese Menschen lieber weg oder richtet sie hin. Wenn man die Armut bekämpfen, die sozialen Probleme in den sogenannten „Ghettos“ angehen und den Menschen mehr Bildung geben würde, würde die Kriminalitätsrate auch sinken. Je höher die Armut, das soziale Elend, die Analphabetenrate, desto höher auch die Kriminalität und Gewalt. Oder will man das bestreiten? Die wahren Kriminellen sind die Regierungen, die das nicht einsehen.

 

In der VR China, in Nordkorea, in Burma und vielen anderen Ländern ist es aber auch nicht besser. Dort richtet man Regimegegner, Oppositionelle und andere unliebsame Menschen hin.

 

Kinderschänder verdienen die Todesstrafe.

 

Niemand verdient die Todesstrafe, auch nicht die Kinderschänder. Denn ein jeder Mensch hat das Recht auf Unversehrtheit und Leben, das hat die UN im Jahre 1949 in der Deklaration der Menschenrechte festgelegt. Zum Glück gibt es amnesty international (ai), human rights watch und andere Menschenrechtsorganisationen, die sich für die Ächtung und Abschaffung der Todesstrafe weltweit einsetzen. 90 % der Kinderschänder wurden als Kinder selber sexuell missbraucht und geschändet, körperlich wie psychisch. Das ist natürlich keine Rechtfertigung oder Entschuldigung für diese schrecklichen Taten, es ist eine Erklärung. Aber der Staat, zumal ein demokratischer Rechtsstaat darf keine Rachegefühle haben und darf nur neutral urteilen. Außerdem hilft die Hinrichtung der Kinderschänder ihren Opfern nicht. Die Opfer brauchen körperlichen und seelischen Beistand und müssen therapiert werden, und diejenigen, die die Kinder geschändet haben, müssen natürlich bestraft, aber ebenfalls therapiert werden. Denn allein nur durch Wegsperren und Schlüssel wegwerfen, ist niemandem geholfen.

 

Mörder verdienen die Todesstrafe, wenn es Terroristen sind.

 

Terroristen planen bei ihren Anschlägen fast immer den Tod mit ein. Keine einzige Hinrichtung verhindert einen Anschlag. Viele Terroristen sterben „gern“ für ihre Sache und sehen sich als Märtyrer, als Helden. Nach der Hinrichtung kommt dann oftmals der noch grausamere Anschlag. Jetzt sagen einige Befürworter der Todesstrafe: „Wenn du einen Menschen durch einen Terroranschlag verloren hättest, wärest auch du für die Todesstrafe!“. Aber in den USA gab es genügend Fälle, wo aus ehemaligen Befürwortern aktive Gegner dieser Strafform geworden sind, sogar auch, wenn sie ihre Kinder verloren haben. Die meisten wurden zu Gegnern, als sie die Hinrichtung durch den elektrischen Stuhl, die Giftspritze oder die Gaskammer – meiner Meinung nach die barbarischste Form – gesehen haben. Und die Geschichte hat gezeigt, dass viele unschuldige Menschen hingerichtet wurden, oder auch nur, weil sie eine andere politische Meinung hatten. Jeder hat das Recht auf seine Meinung, es sei denn, sie ist menschenverachtend und volksverhetzend, rassistisch oder gegen die Würde eines Menschen. Einen Menschen nur deshalb hinzurichten, weil er politisch oder religiös oder aufgrund seiner sexuellen Ausrichtung eine andere Meinung oder Lebensweise hat, ist mehr als eine Schande, der Staat, der so etwas tut, macht sich zum Mörder. Natürlich kann ein toter Mörder nicht noch einmal morden, aber ein toter Mensch kann auch nicht mehr resozialisiert und in die Gesellschaft reintegriert werden.

Das Kostenargument der Todesstrafenbefürworter finde ich besonders perfide, sogar pervers. Die Kosten würden gesenkt werden, wenn man Mörder hinrichtet. So argumentierten auch die Nazis. Sie rechneten aus, wie viel Geld der Staat sparen kann, wenn man psychisch Kranke und geistig Behinderte umbringt – was sie schließlich auch taten. Dieses Argument stellt Geld über ein Menschenleben. Jedes menschliche Leben ist aber mehr wert als Geld oder sollte es zumindest sein! Ich denke, dass ein Mensch härter bestraft ist, wenn er 25 oder 50 Jahre im Gefängnis sitzt, als wenn er tot ist. Denn nach der Hinrichtung merkt er nichts mehr, er ist ins Nichts eingegangen und hat seine Ruhe, weil er nichts mehr spürt. (An ein weiteres Leben nach dem Tode glaube ich persönlich nicht). Ein Mensch ist viel härter getroffen, wenn man ihn seiner Freiheit beraubt, er kann und wird zwangsläufig darüber nachdenken, was er getan hat. Es wird immer gesagt, dass die Familienangehörigen der Opfer eine Genugtuung verspüren, wenn der Mörder ihrer Tochter oder des Sohnes stirbt. Nun, das stimmt nicht oder nur vorübergehend, denn dadurch wird die kleine tote Tochter oder der Sohn nicht wieder lebendig. Die bedauernswerten Familienangehörigen brauchen Freunde, psychologische Betreuung und Hilfe. Diese „Hilfe“ ist aber pervertiert, wenn sie darin besteht, dass man sie zu einem weiteren (staatlichen) Mord einlädt. Außerdem hat auch jeder Mensch, der die Todesstrafe bekam und bekommen wird, Familienangehörige und Freunde. Und sind diese etwa weniger wert als die anderen? Eine Mutter oder ein Vater können nichts dafür, wenn ihr Sohn oder ihre Tochter zum Massenmörder wird, zumindest meistens nicht. Das sollte man bedenken, bevor man nach Rache und Vergeltung schreit. Man sollte versuchen – und zwar weltweit – die Ursachen der Kriminalität und Gewalt zu bekämpfen, die Bekämpfung der Armut, des Hungers, des Analphabetismus usw. Aber nicht durch neuerliche Gewalt, das macht die Sache nicht besser, sondern schlimmer. Mord kann man nicht mit einem weiteren Mord sühnen, Gewalt nicht durch Gegengewalt verhindern und eine schlechte Tat sollte man nicht durch eine weitere, ebenso schlechte Tat, versuchen, wiedergutzumachen. Vor zwei Monaten wurde in den USA ein Mann aus 20-jähriger Haftzeit entlassen, weil sich herausstellte, dass er unschuldig war. Hätte man diesen Menschen hingerichtet und im Nachhinein seine Unschuld festgestellt, was in den USA gar nicht so absurd ist, wäre es zu spät gewesen. Kein Mensch auf dieser Welt wird als Kinderschänder, Massenmörder, Vergewaltiger oder als Adolf Hitler, Pinochet, Saddam Hussein, Stalin oder Mao geboren, sondern als unschuldiges kleines Kind, als Baby. Die Menschen werden erst durch ihr Umfeld und durch die Gesellschaft dazu gemacht, was sie sind. Viele haben mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gefragt, was ich davon halte, dass Saddam Hussein oder andere Diktatoren und Massenmörder hingerichtet werden. Ich habe gesagt, dass ich mit Saddam Hussein und anderen Diktatoren zwar kein Mitleid empfinde, nein, sicher nicht, aber ich habe gesagt, dass man diese Menschen ihr Leben lang im Gefängnis lassen sollte und ihnen immer wieder, Tag und Nacht, ihre schrecklichen Untaten vor Augen führen sollte. Das bringt mehr als die Hinrichtung. Ich bin froh, dass es in Deutschland und Europa offiziell keine Todesstrafe mehr gibt.

 

Ich bin davon überzeugt, dass man in allen Ländern dieser Erde die Todesstrafe abschaffen, aus den jeweiligen Verfassungen streichen und weltweit ächten sollte, denn damit wäre ein wichtiger Schritt getan!! Denn der Staat und die Religionen können uns nicht per Gesetz verbieten, Menschen zu töten, wenn sie das gleiche tun, das sie uns verboten haben!!! Jeder Mensch auf dieser Welt hat das Recht auf Leben!!! Und jeder Mensch auf diesem Planeten ist gleich viel wert, denn er ist einmalig und unersetzlich!!!

Ihr Politiker solltet euch schämen!

 

An alle Politiker!

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

in den letzten Jahren ist die Schere zwischen arm und reich (vor allem in unserem Lande) so weit auseinandergegangen, dass ihr Politiker (und vor allem die Bundesregierung) euch schämen solltet! Nicht nur, dass ihr Marionetten der Banken, Großkonzerne und Börsenspeckulanten seid, ihr fördert diese Politik geradezu. Wenn ich die Lügenmärchen von den Regierenden höre, die behaupten, dass die Arbeitslosigkeit gesunken ist, dann doch nur, weil die Statistiken geschönt wurden. Wenn ich eure Lügenmärchen und Selbstbeweihräucherungen in den Medien höre und sehe, könnte ich kotzen!!!

 

Die Arbeitslosigkeit ist nur deshalb „gesunken“ weil immer mehr Menschen in Jobs kommen, wo sie gerade ein bisschen mehr verdienen, als der ALG II Satz hoch ist. Das Stichwort heißt Leiharbeiterfirmen. Diese sind in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen, und zwar wie Pilze. Dort werden die meisten Menschen so schlecht bezahlt, (und ausgebeutet), dass sie kaum davon leben können. Ach ja, sorry, unser Land muss ja mithalten und die Wirtschaft konkurrenzfähig bleiben. Nun ist es aber so, dass die Wirtschaft den Menschen zu dienen hat und nicht umgekehrt!

 

Und was macht ihr Politiker?!

 

Schafft die Vermögenssteuer ab und senkt den Spitzensteuersatz! Ihr sorgt dafür, dass die Reichen immer mehr Vermögen ansammeln, ohne auch nur einen Cent Steuern zu zahlen. Ihr Lakaien der Banken, Börsenspeckulanten und Großkonzerne: Ihr solltet euch schämen!!!

 

  • Über 11 millionen Menschen leben hier mittlerweile in relativer Armut! 
  • Die Schlangen an den Tafeln werden immer länger! 
  • Immer mehr Menschen besorgen sich Essen in den Sozialeinrichtungen für Arme, pfui
    Teufel! Politikerkaste, schämt euch!!! 
  • Deutschland gehört zu den vier reichsten Ländern der Erde, hier dürfte es überhaupt keine Tafeln geben!

 

Wacht endlich auf und betreibt eine Politik von oben nach unten!

Schämt euch für eure verfehlte und gescheiterte Politik, die nur den Banken und Großkonzernen dient!

Eine Revolution ist in Deutschland nicht möglich, weil das Betreten des Rasens verboten ist!

 

Es gibt meiner Überzeugung nach nur eine langfristige Lösung, die alle (in Zukunft dann 10 milliarden Menschen) ein Leben in sozialer Sicherheit, sozialer Gerechtigkeit, gleichen Chancen und Rechten und menschenwürdig leben lässt:

 

Die Abschaffung des Kapitalismus, der die Menschheit weltweit in Ausbeutung und Unterdrückung lässt hin zu einem solidarischen System einer sozialistischen und demokratischen Weltgemeinschaft! Einer Welt, die ihre Konflikte ohne Kriege löst!

 

Gleichere Gesellschaften sind glücklichere Gesellschaften, Deutschland befindet sich aber auf einem Weg der Ungleichheit, einem Weg der Spaltung. Und daran haben alle Parteien mitgewirkt: Von schwarz (CDU) bis gelb (FDP), von rot (SPD) bis grün.

 

Das viertreichste Land muss in der Lage sein, die Schere zwischen arm und reich zu schließen, wenn wir nicht irgendwann Verhältnisse wie in der so genannten „dritten Welt“ bekommen möchten. Aber kein Mensch, auch nicht in den Ländern, die ihr verächtlich als „dritte Welt“ bezeichnet, muss Hunger leiden oder Mangel an sauberem Trinkwasser! Wir könnten auf unserem Planeten Mutter Erde, der die einzige Heimat aller Menschen ist, locker 12 milliarden Menschen ernähren und auch mit sauberem Trinkwasser versorgen, wenn das Kapital und die Ressourcen anders verteilt wären. Solange die 200 reichsten Menschen dieser Erde mehr Vermögen besitzen als die zwei milliarden ärmsten Menschen dieser Erde, läuft irgend etwas fatal schief!

 

Aber wenn es dem Profit großer Konzerne dient, sind alle Mittel recht: Böden werden nicht genutzt, um Lebensmittel anzubauen, sondern so genannter „Biosprit“, damit wir in Europa günstig Auto fahren können, Regenwälder werden für Palmöl- und Sojaplantagen gerodet und die Ureinwohner von dort vertrieben, um nur ein paar von tausenden Beispielen und Schweinereien zu nennen. Eine „Überbevölkerung“ wird herbeigeredet, die so gar nicht stattfindet. (Die Lebensmittelproduktion der Welt übertrifft bei Weitem das Bevölkerungswachstum der Erde!)

 

Und natürlich sind es immer dunkelhäutige Menschen, die auf den Bildern gezeigt werden, wenn’s um die „Überbevölkerung“ geht: ein wimmelnder Platz von Menschen in einem afrikanischen Land oder Indien! Natürlich, immer sind es „die Schwarzen“, die „zu viel“, zu „übervölkert“ zu „arm“ und „zu ungebildet“ sind, um zu verhüten, als hätten die Weißen das Weltrecht und ihnen gehörte die Erde allein, eine sehr eurozentristische und rassistische Sichtweise!

 

Dabei sind es gerade die Menschen in Europa, die „zu viel“ sind, denn sie verbrauchen das Zwanzigfache an den Ressourcen dieser Erde im Vergleich zu einem Menschen in Afrika!

 

Warum zeigt man nicht einmal, wenn es um die sogenannte „Überbevölkerung“ geht, eine Schlange vor der Kasse von Aldi, eine überfüllte U-bahn in München oder einen Karnevalszug durch Köln? Warum zeigt man immer nur von Menschen überfüllte Plätze in Afrika, Asien und Südamerika und nie einen überfüllten Platz in Europa? Hat sich das schon mal jemand gefragt?

 

Ach ja, ich vergaß, es sind ja „die Afrikaner“, die „Inder“, die „Schwarzen“, die „zu viel“ und „übervölkert“ sind, nicht die edlen Weißen, anscheinend die Krone der Schöpfung!

 

Und wer forciert diese menschenverachtende Politik? Die gesamte Politikerkaste der BRD, der EU, der USA! schämt euch!!!

 

Wer vom Faschismus reden möchte, sollte vom Kapitalismus nicht schweigen!

 

Grüße

 

Ashraff Salem

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