Nehmen wir mal an...

Wir nehmen mal an es gäbe sie per Traum

 

Mühlenräder, wie Wasser- und Windräder sollten für Strom, Lebensmittel und Wasseraufbereitung nutzbar sein. Umweltbewusstsein und das Leben sollten sauber sein.

Technologien sollten nur für friedliche Absichten eingesetzt werden, keine Autos/Atomkraftwerke/Waffen. Der Forschung sollten Technologien zur Verfügung stehen (Krankheiten heilen, Impfstoffe herstellen, größere und friedlichere Tiere, insgesamt nur für gute Absichten). Transport sollte per Fahrrad, Tier und Fussgang stattfinden. Wind kann z.B. durch Drachengleiter, mit einem Elektromotor für den Notfall (kein Diesel/Benzin, nur bereits ausgegrabenes Metall verwenden) genutzt werden.

Keine Verwendung der Ressourcen unter der Erdoberfläche (kein Öl, keine Bohrungen etc.), kein Gold und kein Silber. Graben sollte man höchstens 3-4m in die Tiefe dürfen (z.B. für Beerdigungen), Grabungen darunter sollten nicht gestattet werden (außer in Notfällen).

Baumhäuser sollten mit Schutzwallen aus Erde gegen Brandgefahr, Gewitter etc. und Dörfer/Städte sollen mit Flächen (ca. 900m² Freifläche) umgeben werden. Regenwasser sollte genutzt werden.

 

Drogen sollen nicht existieren, keine bösen/kriminellen Menschen, weniger Zerstörung, kein Leid, wenn es geht sollte kein Geld existieren (lieber Tauschgeschäfte oder alternative Währungen), Steine können ebenfalls benutzt werden. Es sollte keinen Hunger, Armut und Urteil wegen Papieren und der Erscheinung geben. Es sollte nach der tatsächlichen Leistung in der Hinsicht der Arbeit gehen.

Menschen mit Behinderungen sollen gleich behandelt werden und ihnen soll Kompensierung geboten werden.

Mehr Harmonie unter den Menschen, weniger Streitigkeiten unter verschiedenen Geschlechtern, keine Kindesmisshandlung (weder physisch noch psychisch).

Nur vorhandene Ressourcen verwenden!

 

MD - 21.03.2013

März 2121

 

07:00 - Mein Wecker klingelt! Es ertönt das 'Happy Radio' mit der allseits beliebten Gewinnshow, in der es keine Verlierer gibt. Danach elegante, ruhige Musik, die ich mag.

Ich mache die Augen auf. Die Sonne scheint in unsere große, helle Wohnung. Draußen ist wieder ein Bombenwetter.

 

07:30 - Ich stehe auf und gehe ins Bad. Mein elektronischer Spiegel begrüßt mich mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen: "Guten Morgen! Sie haben Post!" Ich lese die E-Mail von meiner Frau. Sie ist schon auf der Arbeit. Sie ist frühaufsteherin und geht gerne arbeiten - wie wir alle. Ich halt nur 'ein bißchen' später.

Danach Morgentoilette im vollautomatischen Bad.

 

08:00 - Letia, unser Hausandroide hat schon Frühstück gemacht. Wie das duftet. Es gibt alles: Brötchen, Brot (alle Sorten) Wurst, Käse, Marmelade, was das Herz begehrt. Zum Glück nicht nur bei uns. Der Hunger ist besiegt. Eine der alten Sorgen wurde mit der Nahrungsverteilung und den speziellen, neuen Landwirtschaftskonzepten beseitigt. So konnte durch einen Durchbruch in der Urbarmachung bis zu 40% der Wüstengegenden in Nutzfläche umgewandelt werden. Spezielle 'Lebensmittelreservate' helfen dabei.

 

09:00 - Ich muß los. Wobei: 'Ich muß' ist relativ. Um 09:15 beginnt meine Arbeit im Kraftwerk. Nur noch reine Wartungs- und Überwachungsarbeiten. Die neuen Fusionoskraftwerke arbeiten wirklich hervorragend. Sie sind leise, ungefährlich für Mensch und Umwelt, und: außerordentlich effizient! Nun ja, Wasserstoff gibt es glücklicherweise unbegrenzt.

Die Arbeit macht spaß und das Team ist super.

Zum Glück nur vier Stunden pro Tag. Mehr brauchen wir nicht.

 

13:00 - Schichtende. Nicht, das ich geschafft wäre. Das alles hier könnte ein Kleinkind erledigen. Den Rest des Tages frei. Ob ich was mit den Kindern mache? Vielleicht ein Ausflug in die Schweiz - Skilaufen? Oder an die Pazifikküste? Osterinseln? Oder doch nach China, Japan? Die neuen Raumkrümmungsportale sind wirklich phantastisch: Einfach Reiseziel eingeben - ZAPP - schon öffnet sich ein Portal zu dem Ort, wo man hin will. Erreichbar in 3 Sekunden. Zurück natürlich auch. Fliegen im Flugzeug wie früher? Viel zu gefährlich und dauert viel zu lange.

 

13:30 - Meine Frau Hanna kommt nach Hause. Sie arbeitet gern ein bißchen länger. Aber nun ist schluß. Als Krankenschwester gibt es sowieso nicht so viel zu tun, da die meisten Krankheiten schon lange nicht mehr existieren. Gebrechen auch nicht, weil es ja auch kein altern mehr in der Form gibt.

 

14:00 - Die Kinder kommen nach Hause. Heute gingen die Lernspiele in der Schule etwas länger. Sie erzählen uns davon beim Mittagessen. Die Gleichungen in Astrophysik im Bezug auf Planetenbahnen und die Relationskoeffizienten von schwarzen Löchern sind heutzutage Stoff der 7. Klasse und für die meisten Kinder kein Problem mehr. Für Kinder mit Lern- oder anderen Schwierigkeiten gibt es Förderklassen und abgestimmte Nachhilfe. Das Beste aber ist: Díe Schule geht nur vier Stunden täglich. Und die Stofffülle ist den Bedürnissen der Kinder angepasst.

 

15:00 - Wir haben noch ein bißchen Zeit bis wir zum Ausflug gehen, daher lege ich mich noch ein wenig hin. Ich habe Letia Anweisung gegeben, alle notwendigen Vorbereitungen zu treffen.

 

16:00 - Es geht los: Wir haben unsere Schneeanzüge dabei und gehen in den Keller - zu unserem Portal. Ein Knopfdruck und schon können wir auf die Piste.

 

19:00 - Hey, das macht echt Spaß. Auch wenn sich unsere jüngste bei einem Unfall vorhin das Bein gebrochen hat. Kein Problem mehr: Letia hat sie sofort getröstet, ihr ein paar  Schmerztabletten gegeben und sie in die nahegelegene Sofort-Heilungsstation gebracht. Der Knochen wurde wieder geflickt und eine halbe Stunde später war alles wieder vergessen. Wir genehmigen uns noch eine schöne Tasse heißen Kakao, bevor wir unser 'Rück-Portal' betreten.

 

20:00 - Nach dem Abendessen möchte ich Fernsehen. Nachrichten. Schlechte gibt es ja nicht mehr. Die meisten Krankheiten sind besiegt und durch die Kernfusion gibt es auch keine Energieprobleme mehr. Das hat dazu geführt, dass der Raubbau an unserer Natur aufgehört hat. Die Renaturierungsprogramme überall auf der Welt fruchten: Die großen Urwälder Südamerikas und Asiens erholen sich wieder. Viele bedrohte Tierarten konnte man durch die vielen Zoos und Reservate retten und teilweise sogar wieder auswildern. Die 'Genetik- Wiederbelebung' hat auch erste Erfolge bei der Rückzüchtung bereits ausgestorbener Arten verzeichnen können.

Die meisten Naturkatastrophen lassen sich heute ziemlich präzise vorraussagen. Heute Abend beispielsweise soll es im eurasischen Raum noch ein leichtes Erdbeben geben. Nichts besonderes. Die Menschen haben genügend Zeit, sich darauf vorzubereiten.

Als übrigens das Geld abgeschafft wurde, habe ich das Gefühl, hat sich vieles beruhigt. Sorgen, Frust und Sozialneid sind mit einem Schlag in den Keller gegangen. Genau wie die Kriminalität: Sie hält sich jetzt schon seit Jahrzehnten stabil bei 0,2% in den Städten. Auf dem Land nahezu 0%. Zwischenmenschliche Konflikte werden zivilisiert gelöst. Das hat viele, harte Gesetze fast ganz überflüssig gemacht. Waffen gibt es auch nicht mehr. Kriege ebensowenig. Die einzigen 'Waffen', ein paar Elektro- Schockgeräte, tragen nur noch Polizisten. Gefängnisse sind durch Besserungsanstalten ersetzt worden und viele negative Züge des menschlichen Charakters sind durch die neue Welt-Kultur einfach abgeschafft. Die Menschheit ist erwachsen geworden.

Gute Nachrichten.

 

21:45 - „Morgen gehe ich nicht ins Kraftwerk!“ sage ich zu Hanna, als wir uns Bettfertig machen. „Gut!“ sagt sie. „Ich mache morgen nur zwei Stunden, dann haben wir noch Zeit, bis die Kinder kommen.“ „Prima!“ sage ich. „Wo gehen wir hin? Nach China, die verbotene Stadt sehen? Oder einfach nur spazieren?“ „Nun, laß dich überraschen!“ haucht mir Hanna lächelnd und näherkommend entgegen.

 

Ein toller Tag!“ denke ich. „Morgen wird noch besser. So lösche ich das Licht und träume von der Zukunft...

 

Dirk Schneider

Perfekte Welt - Illusionen

 

Heilerzieungspgleger, Psychologen, Sozialarbeiter und Pädagogen glauben an die perfekte Welt.

Inklusion und Integartion, die in besonderem Maße funktioniert. Die Wirklichkeit jedoch... sieht ganz anders aus.

Eine perfekte Welt wäre es, wenn keine Ausgrenzung bestehen würde. Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit und Bildung für Alle stehen an der Tagensordnung.

Glück ist keine Fantasie mehr und räumliche Grenzen werden nichtig.

Strom wird aus erneuerbarer Energie gewonnen und die Natur bleibt unbelastet, für ein Naturorientiertes Leben.

Weltfrieden besteht und alle Menschen leben in Einklang mit sich und der Natur.

Keine Kriminalität existiert in dieser Welt und jeder, der möchte, hat eine sichere Arbeit.

Politiker schäffeln nicht nur in ihre eigene Tasche und es herrscht eine gerechte Einkommensverteilung.

Relligionsfreiheit wird wördlich genommen, schränk andere jedoch nicht ein oder zwingt sie zu Dingen, die sie nicht wollen.

Am Schluss dieser perfekten Welt steht die Rente, die für jeden einen gerechten und lebenswerten Raum bildet.

 

Eine perfekte Welt... die wünschen sich doch alle... oder?

 

Silver

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